Heute habe ich mich mit dem Geschäftsführenden Vorstand getroffen zu einem Gespräch.
Horst Frantzen, 1. Vorsitzender; Dr. Werner Rohr. 2. Vorsitzender; Bernd Wilke, Schatzmeister.
Was fühlt ihr denn so, wenn ihr die verwaiste Rampe (Probenraum) und Kornmühle sehr?
Horst:
Äußerst bedauerlich, eine nicht sehr schöne Situation, die uns gezwungen hat quasi alles stehen und liegen zu lassen.
Werner: Es ist halt schon traurig für uns alle, uns Darsteller, Helfer vor und hinter der Bühne, und vor allem für unsere Gäste und Zuschauer.
Bernd: Vor allem da wir ja grade eine neue Produktion starten wollten. Die Mannschaft war grad zusammengestellt, die Rollen verteilt, Probenpläne gemacht, und dann von einem Tag auf den anderen, Schluss.
Es gibt ja zurzeit immer wieder neue Lockerungen, seht ihr da eine Chance für einen Start des „Betriebs“?
Horst:
So wie es im Moment aussieht eher nicht. Die Kornmühle würde nach den derzeit geltenden Richtlinien nur ca. 30 Zuschauer fassen, das ist nicht realisierbar.
Werner: Ich aber sehe einen Hoffnungsschimmer. Proben in der Kornmühle, da könnte der komplette Raum ausreichen. Und Spielbetrieb im KTS oder der „alten Weberei“. Einen Antrag dazu haben wir bereits gestellt, dass es vielleicht dann bei passenden Kosten starten könnte.
Bernd: Wir hoffen auf weitere Lockerungen, dass ein Probenbetrieb schon einmal möglich sein könnte. Beginnen würden wir wahrscheinlich mit einem neuen Casting, in der Hoffnung das es anlaufen kann.
Bei Facebook kam die Idee, Proben und Vorstellungen mit Maske oder Visier? Wäre das eine Möglichkeit?
Horst:
Eher nicht, Mimik und Gesamteindruck der Personen sind schon ein wichtiger Bestandteil auf der Bühne.
Werner: Schwer vorstellbar, aber letzten Endes liegt es bei der Regie.
Bernd: Sehe ich eher nicht als Option, ganz ehrlich, da fehlt doch was, und was anderes ist eindeutig zu viel.
Theater und Varietés, die teilweise wieder spielen (dürfen), haben Konzepte, auch auf der Bühne, umgesetzt die den Corona-Regeln gerecht werden, könnte das auch in der Kornmühle oder wo auch immer, umgesetzt werden? Zum Bespiel Auftritte nur einzeln, oder mit Abstand? Sollte man versuchen das neue Stück dahingehend anzupassen?
Werner: Zum ersten ist natürlich zu sagen, dass wir uns da schon eine Menge Gedanken machen, siehe Antrag, KTS oder „alte Weberei“ betreffend, die Art und Weise des Stückes liegt aber dann in den Händen der Regie.
Horst: Anpassen, ein Stück kann man nicht immer anpassen. Wir müssen da schauen, wie das gehen könnte. Aber alles zu seiner Zeit.
Wäre es, eurer Meinung nach, Aufgabe der Politik und der Verwaltung, in Sachen Kultur tätig zu werden? Konzepte und Möglichkeiten zu erarbeiten?
Werner: Ja, eindeutig, aber da ist sowohl die Politik als auch die Verwaltung sicher schon am erarbeiten. Wichtig ist halt sicher, wenn Räume den Kulturschaffenden zur Verfügung gestellt werden, dann sollten auch die dazu passenden Anordnungen und so weiter fertig sein.
Bernd: Wir haben sicherlich mit der kompletten Absage für das Jahr 2020 den richtigen Weg eingeschlagen. Sollte es dann möglich sein den Probenbetrieb tatsächlich ab September wieder aufnehmen zu können, dann wäre ein Spielbeginn im Februar 2021 möglich. Aber das hängt alles von der weiteren Entwicklung ab.
Horst: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Danke an euch drei.
Das Interview führte Kalle (Karl-Heinz) Busche

Ein paar Worte in eigener Sache.
Die Krise hat uns alle natürlich „kalt“ erwischt. Die Kulturschaffenden und Künstler umso mehr. Es darf ja zur Zeit nichts in der Richtung stattfinden.
Theater sind alle geschlossen, Proben oder Treffen und Zusammenkünfte, nicht erlaubt. Das macht die zukünftigen Planungen im Moment gerade schwer bis unmöglich. Und da es bisher ja keine echten Aussagen zum Ende der Kontaktverbote oder Abstandsregelungen gibt, ist alles was vorbereitet werden könnte nicht zulässig. Einzig eine Vorstandssitzung, am besten im Freien mit mindestens 1,5 Metern Abstand ist möglich, und wird in Kürze durchgeführt werden.
Einfacher wird es in der nächsten Zeit nicht werden.
Daher schaut euch alle gerne unsere weiteren „Vorstellungen“ und Interviews hier auf Facebook und Instagram an. Für uns Künstler, ob nun wie wir ehrenamtlich, oder halt auch die Freischaffenden, die von der Kunst leben müssen, ist es enorm wichtig bei den Menschen im Gedächtnis zu bleiben.
Nicht wenige kämpfen zurzeit ums nackte Überleben. Und keiner weiß wie lange.
Wir müssen „nur“ unseren Verein erhalten, aber wenn Sie nicht mehr in das Theater kommen, dann haben wir verloren.
Wir vermissen unser Publikum und die Bühne.
Liebe Grüße

Ein Hallo an alle Interessierten. Wie ja schon vor ein paar Wochen veröffentlicht wurde machen wir von der Theaterwerkstatt eine „angeordnete Pause“. Diese war ja zunächst nur für ein paar Wochen geplant, aber da hat uns „Freund“ Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bisher sieht es noch nicht danach aus als ob in Kürze wieder irgendetwas beginnen könnte. Wir wollen versuchen nach den Sommerferien die Proben für das geplante Stück: „Lindenallee Straße der SA“ wieder aufzunehmen. Alles freut sich darauf, wenn es wieder losgeht.
Sollte es dann alles klappen, ist für Februar 2021 die Premiere geplant.
Über die Termine werden wir selbstverständlich rechtzeitig informieren.
Um die Wartezeit bis dahin nicht zu lang werden zu lassen, wird es hier in loser Folge kleinere Berichte und ähnliches geben.
Nun Freunde, seid bereit und bleibt gesund. Wir alle gemeinsam gegen CORONA!

Zurzeit überschlagen sich ja Ereignisse. Auch wir von der Theaterwerkstatt spüren die Folgen, und sind telefonisch dabei Pläne zu machen, damit es, sofern die Krise uns loslässt, weitergehen kann.
Als erstes werden alle Proben für die „Lindenallee“ bis mindestens Ende März ausgesetzt. Wahrscheinlicher aber ist es, dass auch im April keine Proben stattfinden werden.
Damit ist auch der Termin für die Premiere am 1.9.2020 kaum noch zu halten. Die Gespräche dazu laufen. Informationen dazu werden hier auf jeden Fall veröffentlicht. Unser Stammtisch findet in dieser Zeit ebenfalls nicht statt. Bleibt also alle gesund!